06 August 2005 - 16:41 -- Triskel

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U2 - Das Vorspiel

Zum Glück ist Triskel nicht aus Zucker


ca. 15.30 Uhr
Ankunft in München. Obwohl wir anhand unseres Nummernschildes ganz klar als Nicht-Einheimisch zu erkennen sind, werden wir nach einem kurzentschlossenen Spurwechsel entzürnt von rechts hinten angehupt und mit einem bösen Blick bestraft. Bayern! *kopfschüttel*

Aufgrund einer glücklichen Fügung ergattern wir wenige Zeit später, nach weiteren spektakulären Spurwechseln und Baustellenumfahrmanövern, einen kostenlosen Parkplatz. Noch beachtlicher als unser Verkehrsverhalten war nur das des Münchners in einem kleinen gelben Auto, der nicht abwarten konnte, dass zwei LKWs in einer engen Straße aneinander vorbeifahren. Er fuhr zwischen zwei parkenden Autos den Bordstein hoch und nutzte den Bürgersteig als Umgehung.

gegen 16 Uhr
Scheinbar aufgrund eines Missverständnisses haben wir alle den deutschen Sommer falsch eingeschätzt. Also zogen wir los in einem schwedischen Textileinzelhandelsunternehme noch ein wenig wärmende Kleidung zu kaufen. Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines dunkelgrün-hellgrün-weißen Herrenpullovers.

Anschließend haben wir uns noch schnell bei McD gestärkt (diesmal allerdings ohne erschreckende Nachrichten aus dem Vatikan) und sind mit der leicht überfüllten U3 zum Olympiastadion gefahren. Warum eigentlich U3? Sehr unflexibel vom MVV die Linie nicht in U2 zu ändern.


irgendwann gegen 18 Uhr
Menschenmassen strömen zum Stadion und mittendrin sind wir. Am Stadion angekommen haben wir erstmal unsere Wasserflasche geleert, weil wir dachten, dass wir sie nicht mitnehmen dürfen...hätten wir aber doch gedurft. Tja.
Im Stadion sind wir erstmal zum Shirtstand gepilgert, nur um dort festzustellen, dass die Shirts viel zu teuer und ohnehin nicht sooooo toll sind.

Auf der Suche nach unseren Plätzen haben sich einige von uns doch noch entschieden ein wenig Geld am Merchandisingstand zu lassen. Während ich mir zwei Buttons gekauft habe, wovon ich einen auch am selben Abend gleich wieder verloren hab

Bild

, haben sich die anderen mit Ganzkörperkondomen versorgt...es tröpfelte nämlich schon. (Ich hatte eine Regenjacke dabei...höhö).

Als wir dann endlich an unseren Plätzen angekommen waren, begann die erste Vorgruppe mit ihrem Auftritt. Wie hießen die nochmal? Das einzige was mir im Gedächtnis blieb, ist die dem Wetter in keinster Weise angepasste Kleidung der Saxophonistin. Aber was tut man nicht alles um berühmt zu werden...
Putzig waren die Pavillons unter denen sie spielen mussten, denn es gab keine Überdachung. Warum sollte es denen besser gehn als uns?!

irgendwann um 19 Uhr
Die Regentropfen fielen mehr oder weniger konstant vom Himmel...man hatte sich eigentlich schon daran gewöhnt. Keane, die bekanntere der beiden Vorgruppen, tritt auf. Den Bekanntheitsgrad konnte man sehr gut an der Technik erkennen, die benutzt werden durfte. Während die erste Gruppe auf Lichteffekte fast völlig verzichten musste, durfte Keane die Strahler links und rechts der Bühne nutzen... yeah. smilie

Keane war ungleich besser als die anderen und hatte eindeutig den cooleren Pianisten (oder wie heißen die Menschen, die Keyboard spielen?). Das Instrument ist nur leider denkbar ungeeignet, wenn man einen derartigen Bewegungsdrang ausleben möchte, wie der Keyboarder das tat. Ich habe noch nie voher jemanden an einem Tasteninstrumenten so rocken gesehen. Faszinierend!

Wider erwarten kannte ich mehr als ein Lied von Keane, nämlich zwei!

Regen


Zwischen 20 und 21 Uhr
Regen. Bekanntschaft mit den Sitznachbarn. Regen...gegen den sich die meisten aber zu helfen wussten. Laola im mit 70.000 Menschen gefüllten Olympiastadion. Regen, der es schaffte die Stimmung nicht zu vermiesen, sondern zu verbessern. Warten auf U2.

Fortsetzung folgt

Zeitangaben ohne Gewähr.