17 August 2005 - 21:05 -- Wetterhexe

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Wilhelma in Stuttgart


Wenn es mal irgendwen nach Stuttgart verschlägt, die Wilhelma bietet sich für einen halben Tag als Ziel an. Triskel und ich waren ungefähr vier Stunden drin und hätten es sicher auch länger ausgehalten, wenn es nicht so nasskalt gewesen wäre und wenn das Terrarium nicht gerade umgebaut werden würde. Wir sahen's ja ein, auch ein nettes, kleines Kroko braucht irgendwann mal mehr Platz. Leider kommt man durch den Umbau bedingt nicht mehr zu den Kaiserpinguinen (Königs~?), aber wir sahen ja diese nette Gesellen. Sehr putzig.

Auch in der Volière war einiges los, komische Perlhühner, die auf irgendeine Weise auf die Bäume gekommen waren (Wirklich, die sehen nicht so sportlich aus. Die sehen nicht mal aus, als ob sie fliegen könnten.), Schwarzstörche, Seevögel usw. Die rosa Löffler, korrekt bezeichnet mit Ajaia ajaja (bitte auf der Zunge zergehen lassen ... *dahinschmelz*) waren leider nicht zu sehen, schade.

Der Eingangsbereich des Insektenhauses muss einem liegen, wenn man sich an achtbeinigen, krabbelnden Lebewesen jeglicher Art erfreuen kann, hält man sich da sicher länger auf.

Mich persönlich faszinieren da nur das Wandelnde Blatt und die Gottesanbeterin. Da die beiden ja schnell angeschaut sind, war ich gleich im Schmetterlingshaus. Wo mich er zu wirklichen Streck- und Dehnübungen herausforderte. Naja, für einen Balanceprofi wie mich keiiiin Problem. *abwink* Durch ihn lernte ich, wie man blind fotografiert und trotzdem was auf's Bild kriegt- und sei es nur ein Blatt. Schön bei den Metterschlingen ist auch diese Vitrine, in der man quasi life zusehen kann, wie ein Schmetterling entsteht. Und die Temperatur ... hach! Wenn man dann außen am Glasbau vorbeigeht, fallen einem die Hibisken ins Auge, die man innen gar nicht so sah.

Weiter geht's zum Amazonienhaus - dem RV-Lieblingsplatz (abgesehen von den Bärengehegen). Welch ein Glück, dass das gebaut wurde! Es gibt Durchgang-verboten-Schilder für Trompetenvögel, Pflanzen über Pflanzen, unechte Baumstämme, denen man das aber nicht ansieht, einen Wasserfall, ein echtes Kroko (oder ist es ein Aligator?), Ringelpflanzen wie man sie hier sieht und und und. Toller Bau, das.

Ab in den Kindergarten! Zu den jungen Menschenaffen, immer einen Besuch wert, man darf sich an der recht alten Einrichtung nicht stören. Hauptsache, die Tiere sind gesund und sie fühlen sich wohl. Was sie tun, glaube ich. Herzallerliebst unser heimlicher Star. Um sich dafür richtig begeistern zu können, muss man Affen schon mögen. Betrifft mich also nicht. Ich mag nur Lemuren und die waren, wasserscheues Getier!, nicht draußen. Pöh.

Wir erklommen den leichten Hubbel, vorbei an Bergziegen, Elefanten, Flusspferden, Giraffen (hach!). Ein Vogel Strauß bewachte ein Plastikei, was er sicher nicht merkte. Wir wanderten durch einen tollen Wald hin zu den Bären. Die waren recht faul, sind sie ja eigentlich immer, die Brillenbären kuschelten ein wenig, ebenso wie die Eisbären. Lange schauten wir ihnen dabei nicht zu, denn erstens tut man sowas nicht und zweitens war es wirklich nicht warm. Beim Weitergehen mussten wir wegen eines Vaters beschleunigen, der seinem Sohn erklärte, dass das Tier da auch ein Biber sei. Es war ein Otter.


Fehlte uns noch der Maurische Garten, ohne Magnolien, aber dennoch schön. Da kam der Regen wieder, wir hielten uns nicht lange auf, sondern beschlossen, die Wilhelma schnellstmöglich zu verlassen. Schließlich hatten wir vier Stunden Glück und wurden nicht nass.

Vergessen habe ich die Seelöwenhunde, die echt laut schimpften. Beim Näherkommen stellte sich dann heraus, dass der frühreife Herr im Becken seine drei Damen gleichzeitig schwängerte und die sich eben lieber mit ihren drei Heulern beschäftigten als mit ihm. Der Chef wollte das nicht einsehen und rückte den Damen immer und immer wieder auf die Pelle, was diese zu dem Gemotze veranlasste. Blöder Typ. Ehrlich wahr. Hätte er mal ein wenig nachgedacht, hätte er ein Weibchen in Ruhe gelassen, dann hätte er jemanden zum Spielen gehabt.