15 November 2005 - 14:08 -- Erinti

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Dark City

Diesen Film habe ich nach längerer Zeit mal wieder gesehen, und ich bin nach wie vor restlos begeistert. Und es ist immer wieder interessant, ihn mit einem anderen Film, Matrix, zu vergleichen. Sie behandeln das selbe Thema, die Manipulation des Geistes, der Kampf eines Menschen dagegen, der in der Lage ist, mit den Waffen des Feindes zu kämpfen und hinter die Fassade zu blicken. Dabei arbeiten sie jedoch mit völlig unterschiedlichen Mitteln und Wegen. Matrix ist die schnelle, extremere Variante, größer angelegt und zudem auf zwei verschiedenen Ebenen, der wirklichen Welt und der Illusion. Dark City ist kleiner angelegt, lebt mehr von dem Zusammenspiel der Darsteller, ist weniger auf Effekte, denn auf Stimmung und Optik angelegt. An der Optik erkennt man auch, woran sich Matrix bedient hat, sei es der dominierende grüne Farbton, sei es die Gestaltung der Gebäude. Tatsächlich wurden Teile von Matrix in den Kulissen von Dark City gedreht.

Durch die ähnliche Thematik kann man die Filme sehr gut vergleichen und in diesem Vergleich gewinnt für mich Dark City. Er ist beklemmender, angsteinflößender und auch subtiler. Matrix ist die actionreiche Achterbahn, Dark City die düstere Geisterbahn. Zudem hat er auch die mich mehr ansprechenden Charaktere als die kühlen, glatten Gesichter von Matrix. Rufus Sewell gefällt mir wesentlich besser als Keanu Reeves, er schafft es viel besser, die Verwirrung seines Charakters darzustellen, seine Versuche, die plötzlich fremde Welt um sich herum zu ergründen. Auch hier ist auf der einen Seite Kälte, auf der anderen Seite die Möglichkeit, Mitfühlen zu können.
Nachdem ich zum ersten Mal in den Genuß des Originals gekommen bin, hat sch das noch verstärkt, Rufus Sewell spielt nicht, er ist; noch ein weiterer, riesiger Unterschied zu Keanu Reeves.

Seltsame Fremde haben eine Stadt okkupiert, verändern zu einer bestimmten Zeit nach Belieben deren Erscheinungsbild, tauschen Erinnerungen von Menschen aus und versuchen so zu ergründen, was die menschliche Seele ist. Während einer der Anpassungsphasen, in der die Menschen immer schlafen, wacht John Murdoch auf, ehe er mit neuen Erinnerungen versorgt werden kann und flieht vor dem Zugriff der Fremden.