06 Februar 2006 - 18:28 -- Triskel

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Der Superbowl

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Seit ich 2004 das erste Mal im Waldstadion bei einem Spiel der Frankfurt Galaxy war, bin ich ein wenig angefixt, was Football betrifft. Besonders aber, seit ich mit Waldelb öfter mal dort war, sie mir die Regeln erklärt hat und ich jetzt sogar verstehe was die da unten auf dem Feld treiben. Nickender Smilie Die Stimmung bei einem Footballspiel ist toll. Liegt wahrscheinlich an der ganzen Show, die bei einem Spiel, bedingt durch das Spielprinzip (viele Unterbrechungen usw), stattfindet. Laute Musik, die jeder mitsing...äh...gröhlen kann, Geklatsche, Getrommle, Gepfeife, Jubel, Feuerwerk, La Olas und für die Herren (mehr oder weniger) knackige Cheerleader. Natürlich ist das gar nicht zu vergleichen mit einem Fußballspiel, Fußballspiele sind natürlich noch toller. Bild

Und warum erzähl ich das?

Weil gestern, also eigentlich von gestern auf heute, der 40. Superbowl war und ich um 0:30 Uhr statt zu schlafen bei der Superbowl-Übertragung der ARD hängenblieb.

Um die Vince-Lombardi-Trophäe (benannt nach dem Coach des ersten Superbowl-Gewinners Green Bay Packers) spielten die Pittsburgh Steelers (hier in weiß-gelb auf der Flucht) gegen die Seattle Seahawks (in dunkelviolett bei der Verfolgung).
Ich habe nicht wirklich Ahnung von American Football, habe vorher noch nie ein Spiel im TV verfolgt und mich auch nicht näher mit irgendwelchen Vereinen beschäftigt, daher kann ich nichts zu den beiden Finalisten sagen. Da aber die Seahawks bisher noch nie im Superbowl standen und die Steelers ihn hingegen in den 70ern schon 5 Mal gewannen (laut Kommentatorenteam), gehe ich davon aus, dass die Seahawks die Außenseiter waren. *spekulier* Die Seahawks sind dann auch ihrer Rolle gerecht geworden und haben verloren…was ich aber erst heute morgen erfahren hatte, da ich nach der Halbzeitshow eingeschlafen war. *schiefgrins*

Allerdings finde ich sehr schade, dass sie verloren haben, sie waren mir irgendwie sympathischer, hatten die schöneren Trikots und außerdem wurde ihnen im ersten (könnte auch das zweite gewesen sein *grübel*) Viertel ein Touchdown nicht gegeben, nur weil der Angreifer ein klitzekleinbißchen am Trikot des Verteidigers gezoppelt hat. Die sollen sich mal nicht so anstellen…diese Mädchen. Ugly-Smilie
Uuuuuund dann wurde auch noch den Pittsburgh Steelers ein Touchdown zugestanden, der keiner war:

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Auf dem Foto kann man die Situation leider schlecht beurteilen. Der Quarterback der Steelers Ben Roethlisberger (keine Ahnung wie man DAS als Amerikaner ausspricht) springt mit dem Ball im Arm in die Endzone. Als Touchdown würde es zählen, wenn der Ball die Endzone erreicht. Der Oberschiri meinte, dass es einer war. Daraufhin warf der Coach der Seahawks eine rote Flagge, d.h. der Oberschiri muss sich die TV-Bilder anschauen und dann aufgrund der Aufnahmen noch einmal eine Entscheidung treffen. Er entschied sich für Touchdown. Ich bin allerdings immer noch der Meinung, dass es kein Touchdown war. Bild

Vor dieser Szene schien es mir, als würde die Seahawks das Spiel dominieren, sie hatten bis dahin auch die einzigen 3 Punkte des Spiels geholt. Nach dem Touchdown haben die Steelers wohl endlich Blut gelegt und legten in den nächsten beiden Vierteln wohl endlich richtig los. Das hab ich aber aufgrund der späten Stunde nicht mehr mitbekommen. Was ich allerdings noch gesehen habe, ist die Halbzeitshow...also den Auftritt der Rolling Stones.

Innerhalb von 10(!) Minuten wurde diese Bühne aufgebaut Überraschter Smilie :

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Der Innenteil der Zunge war ein Tuch, das nach wenigen Augenblicken weggezogen wurde, darunter war noch ein Haufen Fans versteckt.

Die Stones spielten 3 Lieder: Start me up, Satisfaction und ein Lied, das ich nicht kenne. Man muss schon sagen, dass die Stones rocken. Allerdings war ich sehr irritiert durch die unrythmischen und unkoordinierten Bewegungen von Mick Jagger. Ist der immer so?

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Zum Glück blieb uns ein Nipplegate von Herrn Jagger erspart. Der Man ist ja nur Haut und Knochen. Besonders die Beinchen sind erschreckend dünn. Könnte aber auch eine Rolling-Stones-Aufnahmebedingung sein. Die Beine von Keith Richards und Ron Wood sahen nämlich genau so dünn aus. Hat natürlich den Vorteil, dass sie untereinander die Hosen tauschen können. *sinnier*


Achja, das Spiel endete 21:10 für die Pittsburgh Steelers.

Weitere Impressionen vom Superbowl gibt es hier.