28 Mai 2006 - 00:01 -- Akt

X-Men: Der letzte Widerstand

*rrrrrrrr*


Vorab einigen wir uns darauf, dass die Handlung Realität ist, sonst kann man kein Review schreiben und über die unrealistischen Szenen lästern, da ja alles im Grunde unrealistisch ist. Also: Die Handlung ist real.

Es beginnt damit, das Xavier und Magneto, dicke Freunde, ein junges Mädchen besuchen, das offenbar das Zeug zum mächtigsten Mutanten aller Zeiten hat. Jean Grey. (Rückblende, vor 20 Jahren). Schnitt zu einem kleinen Jungen, der sich selbst verstümmelt, sich die Ansätze von Flügeln abschneidet. (Rückblende, vor 10 jahren). Und damit sind die Grundsteine des Films gelegt.

Es geht im grossen und ganzen um Jean Grey (frisch aus dem nassen Grab entfleucht), die die Kontrolle von Xavier abschüttelt und ihre dunkle Seite ans Licht lässt. Und um den Vater des kleinen Jungen, der ein "Heilmittel" für Mutanten entwickelt.

Was folgt sind actiongeladene Szenen, Emotionen und ethische Fragen. Wenn einem jemand ein Mittel anbietet, das einen komplett neu erschafft, alle Macken und Eigenheiten verschwinden lässt, nimmt man es? Verleugnet man damit sein selbst, oder "heilt" man sich?
Ausserdem kann an sich über das Verhalten von Charles Xavier streiten. War es richtig, was er mit Jean gemacht hat, oder moralisch verwerflich? Der Verlauf der Story beantwortet die Frage eindeutig nicht befriedigend, aber wir wollen ja mal nicht so sein.

Die Liebe darf auch nicht fehlen, klar. Leider sieht das in X-Men nicht besonders rosig für sämtliche Lovebirds aus


****Achtung, echt alles-verratender Spoiler ahead.****


Spoiler: Jean bringt ihren Mann Cyclops um, killt Xavier und schlussendlich muss Wolverine Jean umbringen um sie zu stoppen. Achja, gute Nachrichten für Rogue, sie nimmt das "Heilmittel" und ist nun fähig Menschen und somit auch ihren Freund zu berühren

Kommen wir zur Logik. die Hälfte des Films werden Massen um Massen von Menschen und Mutanten (was für eine kneipeske Allitieration...) rekrutiert und umgebracht, wo ein einzelner Mutant (vor allem einer wie Jean, mit diesen Hammerkräften) alles im Alleingang erledigen könnte. Das hat man sich wohl geschenkt, um mit den Effekten und Ideen zu protzen. Und bei Gott, das ist gelungen. Was Magneto da z.B. mit der Golden Gate Bridge anstellt ist schon fast lächerlich grandios. Der Film ist optisch ein Augenschmaus, nicht nur wegen der heissen Miezen.

Das Ende ist wie es sein muss, es gibt Aussicht auf mehr, auch wenn das noch von allen Seiten verneint wird.

Fazit: astreine Kinounterhaltung mit Tiefgang. Für diese Art von Film. Und wenn er denn vorbei ist, rate ich jedem den er gefallen hat, den Abspann komplett zu gucken *g*. Man verlässt das Kino und will auch irgendeine Art von Kraft, sei es fliegen, durch Wände gehen oder famos in blauer Farbe auszusehen.
Einzige Kritik: Materialschlachten und einige Längen hätten nicht sein müssen. Ausserdem kommt der Film manchmal mit dem erhobenen Zeigefinger daher, ist aber nicht weiter schlimm, weil dabei meist Hugh Jackman im Bild ist Folgt mir
und:

Spoiler: Mystique muss dran glauben. Also nicht richtig, aber sie bekommt das "Heilmittel" ab und wird wieder zur normalen Frau. Schade

Jean ist angefressen:

*grrrrrrrr*



8,5 von 10 gelben Latexanzügen