22 Juni 2006 - 09:37 -- parasite

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Tool Videographie

YouTube rockt.
Hier folgen nun verlinkt in chronologischer Reinfolge alle Toolmusikvideos. Bis auf "Hush" sind sie alle sehenswert bis wertvoll. Oft sieht man sowas ja nicht im Musikfernsehen.

Hush - vom Frühwerk "Opiate". Minimalismus. Das einzige Video in dem die Band so deutlich zu sehen ist.

Sober - der einzige "Hit" (vom ersten Album voller Länge "Undertow") der sogar heute noch hin- und wieder in Clubs auf den Alternativefloors zu hören ist. Adam Jones, der Gitarrist der Band führt Regie, wie in allen folgenden Videos und bedient sich famos der Stop-Motion-Technik um die kleinen Mennekins zum Leben zu erwecken.


Prison Sex - auch von "Undertow" und eigentlich auch ein grooviger Hit für Toolverhältnisse. Die Stop-Motion-Technik hat im Vergleich zu Sober deutlich zugelegt und verbreitet Unbehagen. Die Erzählweise find ich schon stark für ein Musikvideo.


Stinkfist - Ænima, das nächste Album, wieder mit 2 Songs für die Videos gedreht wurden. Es gibt sogar Menschen. Die Bildsprache ist wieder sehr stark und assoziativ. Auch toll wie der Groove und die ganze Dramaturgie des Songs in Schnitt und Bilder des Clips fliessen.


Ænema - der fiese Titeltrack des Albums, LA wird gedisst. Wieder mehrere dieser Männel. Und 's groovt.


Schism - Wunderschönes Video, wunderbarer Song. 2001 auf Lateralus, Tools vorletztem Album, erschienen. Die Bildsprache entfernt sich zunehmend von den verstörenden Kompositionen der Vorgängerwerke. Das Ganze ist sicher noch immer off-beat, mit der Art wie die Darsteller maskiert sind und mit diesen kleinen, rennenden Mündern, aber durchaus ausdrucksstark und über weite Teile auch einfach schön anzuschauen (Flammeneffekt am Schluss!).


Parabol/a - Das bisher letzte und umfangreichste Video der Band. Geht über 10 Minuten und ist ein durchkomponiertes Gesamtkunstwerk, vollgebuttert mit Symbolen. Der Typ, der vielleicht Gott repräsentieren soll (obwohl das kompletter Unsinn ist, wenn ich 2 Sekunden länger darüber nachdenke), ist übrigens Tricky. Am Ende kulmunieren Musik und Bilder zu einer fulminanten Erweckungsszene ---> FETT! (Vorsicht! Esoterik!)


Neben der Musik zeigt sich eben auch in den Videos, welche Wandlung Tool in ihrer Wirkzeit durchgemacht haben. Sie haben ziemlich straight ihren Stil perfektioniert und sind nicht auf einer Ebene der Selbstbezogenheit und des Selbstmitleids hängengeblieben, wie so viele andere Bands der Alternative-Metal-Kategorie.
Von 10000 Days, dem just erschienen neuen Album der Band gibt's bisher noch kein Video. Ich hoffe aber das wird noch was.