05 September 2006 - 23:15 -- Ramujan

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Langes Sicherungsseil umklinken, kurzes Sicherungsseil umklinken, Element erklettern, lang, kurz, warten, lang, kurz, nächstes Element

Ich war heute in einem Kletterpark:


Das ganze macht wirklich wahnsinnig viel Spaß - zumindest für mich, ich mag allerdings auch alles, was hoch ist und große Dinge zu kleinen Dingen werden lässt: Flugzeuge, Achterbahnen, Treppen, Türme, Berge, usw.

Der Kletterpark stellt den Helm (der ziemlich unbequem ist) und einen Klettergurt, an dem sich zwei Sicherungsseile mit Karabinerhaken befinden - quasi wie beim "richtigen" Klettersport in den Bergen. Anfangs gibt es eine etwa halbstündige Instruktion, wie man sich im Kletterpark zu verhalten hat, sowie allgemeine Sicherheitshinweise, außerdem übt man das Prozedere erst einmal an bodennahen Geräten: langes Sicherungsseil umklinken, kurzes Sicherungsseil umklinken, Element erklettern, lang, kurz, warten, lang, kurz, nächstes Element klettern. Übrigens ist hier auch etwas Teamwork gefragt, weil eine zweite Person grundsätzlich kontrolliert, ob die erste Person alles richtig macht, die ganze Technik hat man aber schnell raus, man spielt sich schnell ein.

Der Park, den ich heute besucht habe, hat vier verschiedene Parcour-Strecken, von denen ich aber nur zwei ausprobiert habe: Die Strecke zum Einsteig und den "Speed-Parcours". Die beiden anderen Strecken kommen das nächste Mal. smilie

Das ganze läuft so ab, dass man sich sich von Plattform zu Plattform hangelt. Die Plattformen sind an den Bäumen angebracht. Eigentlich läuft das alles wie bei den Ewoks ab, Star Wars dürfte Pate gestanden haben. Oben auf dem Bild sieht man ein Element, bei dem man sich - es gibt Anleihen an Tarzan und Indy - mit einem Seil zur nächsten Plattform schwingt; ist ziemlich simpel, man muss nur die potentiell vorhandene Angst vor der Höhe überwinden. Was es noch gibt: Seile zum Balancieren, Netze, Reifen, Schaukelbrücken, Holzstämme ...

Am witzigsten sind die Seilbahnen, an die man sich mittels der Sicherungsseile einhakt und mit denen es über Teichausläufer zu kleineren Inseln geht. Die Seilbahn der Speed-Strecke ist siebzig Meter lang und auch ziemlich hoch - die genaue Höhe hab ich allerdings nicht in Erfahrung bringen können.

Auch gemein: Auf der letzten Plattform hakt man sich in einen "Abseiler" ein. Man geht rückwärts bis zum Rand der Plattform, bis man unter den Füßen die Leere fühlt. Dann verschränkt man die Arme hinter den Kopf und lässt sich fallen - wie bei einem Bungee-Sprung. Sehr, sehr cool. Das Gerät hält einen in der Schwebe; man wird langsam zu Boden gelassen.