13 September 2008 - 00:03 -- Quar
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Ich habe entschieden mal klar Schiff zu machen und mich zu entscheiden, was bei mir Serientechnisch denn noch angesagt ist und was vermutlich bald ignoriert wird. In der kommenden Saison kommt mir "nur" noch auf dem Bildschirm:ausgezeichnet:
Fringe

Als Mischung aus Akte X und Lost könnte man diese Serie vielleicht beschreiben.
Es geht um die Grenzen (Fringe, aha soso) der Wissenschaft und was diese alles möglich macht. Eine FBI-Agentin (noch recht blass aber blond, das wird schon), Pacey aus Dawsons Creak und seiner Papa Denethor ermitteln also in Fällen, wo Unerklärliches geschieht und ein böser Wissenschaftler zur Rechenschaft gezogen werden muss. So stelle ich mir das zumindest vor. Die neue Show von J.J. Abrams hat bestimmt noch andere Überraschungen auf Lager.
How I Met Your Mother
Ähnlich wie Friends nur lustiger.
Ted erzählt seinen Kindern, wie er deren Mutter kennengelernt hat. Bis jetzt haben wir keine Ahnung, wer das sein wird. Definitiv nicht seine Exfreundin Robin, mit der er aber noch sehr gut befreundet ist. Vielleicht ist es ja Sarah Chalke von Scrubs. Vermutlich werden wir es diese Staffel rausfinden, so großartig sind die Quoten nämlich nicht. Verlängert wurde die Serie vermutlich nur wegen einiger Spitzenzahlen als Britney Spears einen Gastauftritt hinlegte.
Für mich eine sehr unterhaltsame und witzige Sendung. Gerade Folgen wie "Slap Bet" oder "The Pineapple Incident" sind für mich Höhepunkte des unterhalsamen Comedyprogramms.
The Office
Steve Carell gibt hier den größenwahnsinnigen Einfallspinsel, der von noch viel absurderen Gestalten umgeben ist.
Da wäre zum Beispiel seine Nummer Zwei, Dwight Schrute. Dwight glänzt mit solchen Sprüchen wie:
My ideal choice? Jack Bauer. But he is unavailable. Fictional. And overqualified.
Der Fremdschämfaktor ist schon merklich hoch, ließ aber glücklicherweise nach der ersten Staffel etwas nach. Allein der Vorspann erzeugt bei mir schon gute Laune. Meine liebste Szene ist aber eindeutig diese.
Das Schönste ist aber eben, dass hier keine Abziehfiguren agieren. Dwight und Co. sind zwar überzeichnet, aber wenn sie ihr Innerstes offenbaren sind sie ebenso lustig wie tragisch.
Chuck
Chuck Bartowsky hat in seinem Gehirn alle Geheimnisse der NSA und CIA gespeichert.
Der arme Kerl weiß gar nicht wie ihm geschieht, schon haben beide Vereine Agenten auf ihn angesetzt. Casey (als Jayne aus Firefly bekannt) mimt seinen Kollegen im Mediamarkt und neigt zu schnellen Gewaltätigkeiten. Dafür hat sich Chuch in seine CIA-Agentin, die im Dirndl nebenan Würstchenverkäuferin spielt, sofort verschossen. Was sie natürlich ausnutzt und nun seine Freundin spielt. Wunderbar abartige Actionszenen treffen hier bissige Kommentare - oh und diverse Agentinnen im kurzen Dirndl hauen sich kaputt - Szenen. Meine liebste neue Serie der letzten Saison. Ich freue mich tierisch auf die zweite Staffel!
Life
Ein Cop wurde unschuldig für mehre Jahre eingebuchtet und ist nun rehabilitiert worden.
Seine Frau hat einen anderen, seine Kollegen glauben noch immer an seine Schuld und er ist jetzt dank des Schadenersatzes Multimillionär. Im Knast wurde er als Polizist natürlich besonders "zuvorkommend" behandelt und konnte sich nur geistig dadurch schützen, dass er sich ein Zen-Attitüde zugelegt hat. Eine relative normale Cop-Show mit interessanten Charakteren und dem roten Faden, wer den Protagonisten nun fälschlicherweise hinter Gitter gebracht hat. Eigentlich gucke ich die Serie aber nur wegen Damian Lewis, der mir schon in "Band of Brothers" großartig gefallen hat.
Pushing Daisies
Ned liebt Chuck (diesemal eine Frau), aber er kann sie nicht berühren.
Der junge Mann (auch aus Wonderfalls schon bekannt) hat nämlich die seltene Gabe, Tote zum Leben zu erwecken. Dies hat er mit Chuck getan, aber alle Wiedererweckten, die er nochmals berührt, fallen sofort und endgültig tot um. Davon kann sich Ned aber auch gut ablenken. Er ist nämlich Kuchenbäcker mit merkwürdigem Hobby. Zusammen mit einem Privatdetektiv besucht er jüngst Ermordete, erweckt sie kurz und fragt nach ihrem Mörder und die beiden kassieren die Belohnung. Nun da Chuck aber lebendig ist, funkt sie natürlich andauernd dazwischen. Dann ist da auch noch die singende Kellnerin aus Neds Bäckerei, die sich in ihn verliebt hat und auf das Mädchen eifersüchtig ist, das doch genauso aussieht wie die Tote... etc.pp. Ein munterer Schwank voll absurden Stories und noch skurrileren Charakteren.
30 Rock
Die lustigste Serie im amerikanischen Fernsehen.
Alec Baldwin darf seinem komödiantischen Talent freien Lauf lassen und auch alle anderen Darsteller brillieren in dieser unglaublich intelligenten Show. Normalerweise raffe ich die Hälfte der Witze erst beim zweiten Sehen.
ausbaufähig
Terminator: The Sarah Connor Chronicles
Der wohl längste Serientitel seit laaangem. Leider war ich mit der lieben Sarah trotz vielversprechender Promobilder zuerst sehr unzufrieden.
Sie war mir einfach zu depressiv und zu wenig kampflustig. Mensch, ich wollte mal wieder Frauenpower sehen! Stattdessen hat sich Summer Glau aber vermutlich in dieser Serie ein wesentlich größeres Publikum erspielt als in ihren früheren Rollen. Aber erst die Integration eines lang verschollenen Onkels von John (Brian Austin Green, aus 90210 Zeiten vielleicht ein Begriff) hat der Show so ein bisschen Zunder gegeben. Mir fehlt einfach Science Fiction und bevor die Galactica nicht zurückkommt, muss es der Terminator tun.
Ugly Betty
Ich kann mir nicht helfen, ich mag dieses regenbogenfarbenes Karnevalsschiff.
Mit deutschen Telenovelas sollte man diese Sendung besser nicht vergleichen, die Amis nehmen sich glücklicherweise längst nicht so ernst. Betty ist eine übergewichtige Latina, die durch Glück und Drehbuch-Zufall als Sekretärin des Chefs einer Modezeitschrift landet. Dort gibt es dann natürlich zickige Schnepfen, böse Intrigen und jede Menge Kalauer. Amüsant finde ich es aber gerade wegen der überdrehten Herangehensweise an diesen Haufen Klischee. Man muss es wohl gesehen haben.

(beinahe) abgesetzt
Heroes
Ach Heroes, warum hast du uns verlassen? Die Machen sind eindeutig überfordert von dem Hype, den sie da erzeugt haben.
Schon das Finale der ersten Staffel war mehr als dürftig und hatte Greg Grunberg-große Löcher im Plot. Aber ich gebe ihnen noch eine Chance. Sollten sie die nervigen Ergänzungen unter den Charakteren schnell und schmerzvoll beseitigen (Alejjjandro! Geschockt ) könnte dies eine zumindest noch unterhaltsame Sendung werden. Gut wird sie wohl leider nicht mehr.
Grey's Anatomy
Anspruchsloser Kitsch.
Ab und zu mal ganz nett, zu Beginn sogar gut, in letzter Zeit ziemlich enttäuschend. Ich gebe ihnen noch eine Chance, danach ist Schluss.
An dieser Stelle noch eine Empfehlung. Gerade ging The Middleman zu Ende.
Ich finde kaum Worte dafür, wie abgedreht und wie fantastisch diese Show ist. Fischzombies, Paralleluniversen, Geister in Sorroties, eine verfluchte Tuba, eine Vampirpuppe und außergalaktische Overlords, die sich als Teenie-Boyband verkleiden, werden jeweils genau beleuchtet.
Dazu kommen noch diverse popkulturelle Anspielungen, die ich meistens gar nicht mitkriege. In einer Szene stand beispielsweise dieser weiße Tank, der den Fluxkompensator von Marty McFly angetrieben hat. 
Das Ganze läuft auf abc Familiy, ist aber nicht wirklich familientauglich und wird deswegen wahrscheinlich auch nicht forgesetzt. Jammerschade, ich hätte sehr gerne mehr von der Zeitarbeitsfirma gehört, die "Middleman" ausbildet und gegen mafiöse Gorillas vorgeht.