17 September 2008 - 12:44 -- Sunny

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Fantasy in Franken

Vom 27. August bis 3. September war wieder Fantasy Filmfest in Nürnberg und da ich jeden Tag dort war und eine Menge Filme gesehen hab, mag ich euch das natürlich nicht vorenthalten und ein wenig davon berichten. Es ging filmisch wieder fast um die ganze Welt, in meiner Auswahl waren welche aus Frankreich, Belgien, Dänemark, Schweden, England, Korea, Japan, China, Thailand, Vietnam, Kanada und natürlich auch Amerika.



Meine Highlights in chronologischer Folge:

Just another Love Story (Dänemark)
Jonas, ein Familienvater von 2 Kindern, ist Mitverursacher eines Autounfalls, bei dem eine junge hübsche Frau ins Koma fällt. Aus Schuldgefühlen besucht er sie immer wieder im Krankenhaus und gibt sich dort als ihr Freund aus. Selbst als sie, mit Gedächtnisverlust, wieder aufwacht bleibt er bei dieser Geschichte, zum einen aus Feigheit, zum anderen weil er sich langsam in sie verliebt hat. Dumm nur, wenn dann der echte Freund plötzlich auftaucht und sich herausstellt, dass die gute Frau sich mit den falschen Leuten eingelassen hatte, und der Unfall ihre Flucht aus der Vergangenheit beendet hatte.

Outlander (Kanada)

Im Jahr 702 nach Christus stürzt das Raumschiff des Outlanders auf der Erde in Norwegen ab. An Bord hat er noch ein böses Alienmonster, welches seine Heimatwelt ausgerottet und sich dann auf sein Schiff geschlichen hatte. Zusammen mit einer Gruppe Wikinger, mit der er sich natürlich erstmal zusammenraufen muss, geht der Outlander dann auf die Jagd. Netter trashiger Monsterfilm. Könnte Glaurung sehr gefallen.

Let the right one in (Schweden)
Könnte man als die schwedische Version des kleinen Vampirs bezeichnen, nur ein bisschen blutiger. 2 Außenseiter, der 12jährige Oskar der in der Schule nur herumgeschubst wird und keine Freunde hat, und das Vampirmädchen Eli, werden Freunde, die sich gegenseitig helfen in der feindseligen Welt zurechzufinden. Sehr sehr schöner ruhiger Film, der es schafft die Geschichte der beiden Kinder sympathisch und glaubhaft zu erzählen, was ja noch nicht so wirklich viele Filme geschafft haben.

JCVD (Belgien)
Ein Film von Jean Claude van Damme über die Person Jean Claude van Damme. JCVD kommt gerade aus LA von einem Sorgerechtstreit über seine Tochter nach Belgien zurück und muss total pleite in Eine Bank um eine wichtige Überweisung an seinen Anwalt abzugeben. Die wird nur dummerweise gerade überfallen und einer der Räuber, ein großer van Damme Fan, überzeugt seinen Helden die Verhandlungen mit der Polizei zu führen. Diese denkt sich deswegen, dass der alternde Schauspieler selbst der Geiselnehmer und Bankräuber ist und lässt große Geschütze auffahren, während Jean Claude in der Bank den Übeltätern Tricks aus seinen Filmen vorführen muss und sich vor der Tür schon eine große Fangemeinde versammelt, die eine Befreiung von JCVD fordern. Geniale Idee und van Damme wird hier fast schon zum Charakterschauspieler grins
Hat zurecht in Nürnberg den Publikumspreis gewonnen.

Repo - The Genetic Opera (USA)
So hätte ich mir Sweeney Todd gewünscht. Düster, blutig, gute stimmige Hardrockmusik und bis auf 3-4 gesprochene Sätze ausschließlich gesungen.
In der nahen Zukunft hat eine Seuche die halbe Menschheit dahingerafft, erst als die Firma Geneco eine neue Art der Organverpflanzung entwickelt wird dem ganzen Einhalt geboten. Organe werden gekauft und wenn man es sich nicht leisten kann geleast. Falls man mit der Zahlung nicht hinterherkommt, besucht einen der Repo-Man und schneidet der armen Person das ganze lebendig wieder heraus.
Sogar Paris Hilton, die hier eine kleine Nebenrolle hat und quasi sich selbst spielt, macht ihre Sache gut und am Ende fällt ihr, wegen zuviel Schönheitsoperationen die Haut vom Gesicht. Kultfilm. Jetzt schon smilie