30 November 2005 - 17:13 -- Morgoth

,

Laetitia Casta in Ludwigshafen

Leider nicht oben ohne...


So, ich lasse meinen gestrigen Theaterabend mal Revue passieren. Vorneweg: Das Stück, "Ondine", in den 40ern von Jean Giraudoux geschrieben, hat mich nicht gerade vom Hocker gehauen. (weiterlesen)

28 November 2005 - 17:26 -- Nichtraucher

Das Kinojahr 2005

Sin City


Jetzt wird abgerechnet...

War das Kinojahr wirklich so unterirdisch schlecht? Mmhh.. ich glaub, ich hab jetzt alle Filme zusammen, die ich 2005 im Kino sah oder recht zeitnah auf DVD. Ohne Garantie. (weiterlesen)

25 November 2005 - 10:18 -- Erinti

, ,

Farscape - Season One

Naja, also ich persönlich mochte diese Sci-Fi Serie ja nie...


Weil ich nicht einschlafen kann, werde ich jetzt alle mit meinen Gedanken zur ersten Staffel von Farscape langweilen... (weiterlesen)

24 November 2005 - 16:00 -- Tyler

, ,

Robbie Williams und die angewandte Volkswirtschaft

"Ich würde gern mal auf ein Robbie Williams Konzert." simste mir Gwethil letzte Woche (ihr seid schuld!). Gesagt getan, am Samstag Morgen saß ich dann frustriert vor überlasteten Servern der diversen Ticket-Verticker. Reload. Nix geht mehr. Neu laden. Alles ratzefatz ausverkauft. Sowas macht sich natürlich gut als Schlagzeile und die ganzen Medien sprangen drauf an. Die Tage darauf wurden dann die insgeim geplanten Zusatzkonzerte und weitere Kartenkontingente in den Verkauf gegeben (blöder Hype) und wir konnten doch zwei bestellen.

eBay-Wucher mal wieder



Aktuell wären die bei eBay über 300 Euro wert. Bild (weiterlesen)

23 November 2005 - 07:03 -- Tyler

,

Merkel Fan-Fiction

rock on


»Frau Merkel, die Apache-Hubschrauber sind da. Bitte machen Sie sich fertig, wir müssen fliehen, die Roten sind schon am Reichstag.« Wie in Trance drehte sich die Kanzlerin um, wedelte ihren Amtschef mit ihren kleinen Händen weg. Mit unsicheren Schritten ging sie hinüber zum Panoramafenster im obersten Stock der Bundeswaschmaschine, starrte hinüber zum Hauptbahnhof, aus dessen ausgeweidetem Stahlskelett giftiggrüne Rauchschwaden waberten.

Die Junge Welt lieferte von allen Zeitungen den mit Abstand aberwitzigsten Beitrag zur Kanzlerinnenwahl ab: Angies längster Tag. Ich steh ja auf Endzeitszenarien und den ganzen Tag schlug meine Phantasie Purzelbäume wie es mit Angie und ihren letzten treuen Panzerdivisionen weitergehen könnte.

18 November 2005 - 00:52 -- Nichtraucher

, ,

The Descent

Ein Menarchefilm?



Der Smilie A.N.G.S.T. war der Falsche, der hier Wah! wäre passender. Oder der hehe, je nachdem, wie abgebrüht man ist. The Descent ist ein wirklich fieser kleiner Metzelfilm, der sich auf das besinnt, was knackigen Trash auszeichnen sollte: Boshaftigkeit, Blut und ordentlich Zivilisationspessimismus. Da wird nicht lang gefackelt, da geht es ans Sterben, meine Damen! Blut, Blut, Blut und reichlich Schockmomente. (weiterlesen)

16 November 2005 - 10:36 -- Helcaraxe

Waldvenushexenfallen - Ein feministisches Schauermärchen

Rotmäntelchen, das Mädchen aus dem Finsterforst, beschleunigte seinen Schritt, um noch rechtzeitig vor der Dämmerung daheim zu sein. Natürlich war Rotmäntelchen ein sehr mutiges Mädchen, welches die Dunkelheit nicht fürchtete - denn es war ja im Finsterforst praktisch ständig finster, wie man sich denken kann. Finsterforst - huuuh - das war sozusagen ein sprechender Name und keine dieser höchst euphemistischen Schmeicheleichen, die irgendwelche Ammen zur Kinderabschreckung einem, sagen wir mal, lichten Laubwald angedeihen lassen. Nein, im Finsterforst standen nadel- und dornenbewehrte Bäume bedrückend dicht beieinander, ließ tiefschwarzer Humus sonolumineszente Pilzgewächse sprießen. Ja, ihr habt richtig gehört, die finsterwäldischen Pilze leuchteten nicht nur in der immerwährenden Dunkelheit, sie gaben auch, sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwand, einen lieblichen Gesang zum besten, der jeden unachtsamen Wanderer in den Wahnsinn trieb. Sie sangen, doch was sie sangen war hirnerweichend: (weiterlesen)

15 November 2005 - 14:08 -- Erinti

,

Dark City

Diesen Film habe ich nach längerer Zeit mal wieder gesehen, und ich bin nach wie vor restlos begeistert. Und es ist immer wieder interessant, ihn mit einem anderen Film, Matrix, zu vergleichen. Sie behandeln das selbe Thema, die Manipulation des Geistes, der Kampf eines Menschen dagegen, der in der Lage ist, mit den Waffen des Feindes zu kämpfen und hinter die Fassade zu blicken. Dabei arbeiten sie jedoch mit völlig unterschiedlichen Mitteln und Wegen. Matrix ist die schnelle, extremere Variante, größer angelegt und zudem auf zwei verschiedenen Ebenen, der wirklichen Welt und der Illusion. Dark City ist kleiner angelegt, lebt mehr von dem Zusammenspiel der Darsteller, ist weniger auf Effekte, denn auf Stimmung und Optik angelegt. An der Optik erkennt man auch, woran sich Matrix bedient hat, sei es der dominierende grüne Farbton, sei es die Gestaltung der Gebäude. Tatsächlich wurden Teile von Matrix in den Kulissen von Dark City gedreht. (weiterlesen)

14 November 2005 - 13:58 -- Helcaraxe

Katzenmenschen

Ein unerwarteter Brief

Es klingelte an der Tür. Herr H. ging, sie zu öffnen. Doch dann besann er sich, einer plötzlichen Eingebung folgend, eines besseren. Er erwartete weder Besuch noch Pakete oder Einschreiben, ferner pflegte er mit der Nachbarschaft ein Verhältnis des freundlich-distanzierten Umganges. So war das Schellen an der Haustür an einem Samstagvormittag zumindest ungewöhnlich. Vorsichtig linste er hinter dem Vorhang am Küchenfenster hervor, denn von dort war der Eingangsbereich des Reihenhauses direkt einsehbar. Was er erblickte, verblüffte ihn einigermaßen: Kein dienstfertiger Bote des United Parcel Service, kein Zeuge Jehovas begehrte Einlass. Genau genommen war überhaupt niemand zu sehen -- stattdessen parkte eine schwarze, amerikanisch anmutende Limousine mit laufendem Motor direkt in der Einfahrt. Unschlüssig beobachtete H. den Wagen. Aufgrund der getönten Scheiben war kein Insasse auszumachen. Offenbar war dem Klingelnden die Warterei zu langweilig geworden, vielleicht auch zu kalt, denn das Thermometer und Reif auf den Ästen der Bäume kündeten schon den nahen Winter an. H. kam allerdings nicht in Verlegenheit, sich zwischen Neugier und Vorsicht entscheiden zu müssen. Erst kaum merklich hatte sich der Wagen in Bewegung gesetzt; dann rollte er die abschüssige Einfahrt hinab, hinter der nächsten Kurve verschwindend. H. öffnete die Tür. Auf der Schwelle lag ein braunes Kuvert. Schweres Papier. Gediegen. Sein Name stand in goldenen, leicht erhabenen Lettern darauf.
Der Inhalt entpuppte sich als noch seltsamer als der Briefumschlag oder die Umstände seiner Anlieferung. Zunächst einmal war der Text in angenehm altmodischer Sütterlinschrift abgefasst, für die H. eine Schwäche hegte. Er konnte sie fließend lesen und vermittels eines Füllfederhalters seiner Großmutter oder eines angespitzten Gänsekiels auch schreiben. Doch merkwürdig - fast schien es, als habe der geheimnisvolle Absender um jenen Spleen gewusst und die äußere Form der Nachricht entsprechend darauf abgestimmt. Der Text lautete: (weiterlesen)