30 Mai 2006 - 23:53 -- parasite

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Parsifal – Und deiner Mutter letzter Gruß, ist dein allererster Kuß.

Bisher war der "Tannhäuser" von Wagner die einzige Oper mit der ich mich in Vinylform ein wenig beschäftigte. Das schien mir irgendwie angebracht, da ich doch den gleichen Namen trage, und der Wagnerbezug mir schon bis jetzt in meinem Leben weltweit als "Icebreaker" in Konversationen dienlich war.

Doch letzten Samstag wurde es ernst.

Der entmannte Klingsor, die spöttische Kundry



Parsifal, der letzte, große Brocken aus Wagners Hirn, wurde in einer erfreulich zugänglichen Inszenierung an der leipziger Oper aufgeführt. (weiterlesen)

28 Mai 2006 - 00:01 -- Akt

X-Men: Der letzte Widerstand

*rrrrrrrr*


Vorab einigen wir uns darauf, dass die Handlung Realität ist, sonst kann man kein Review schreiben und über die unrealistischen Szenen lästern, da ja alles im Grunde unrealistisch ist. Also: Die Handlung ist real.

Es beginnt damit, das Xavier und Magneto, dicke Freunde, ein junges Mädchen besuchen, das offenbar das Zeug zum mächtigsten Mutanten aller Zeiten hat. Jean Grey. (Rückblende, vor 20 Jahren). Schnitt zu einem kleinen Jungen, der sich selbst verstümmelt, sich die Ansätze von Flügeln abschneidet. (Rückblende, vor 10 jahren). Und damit sind die Grundsteine des Films gelegt. (weiterlesen)

27 Mai 2006 - 00:20 -- Waldelb, Biochemieprofessor

Die alpha-Helix

Mein Professor in Bio-Chemie dichtet immer sehr gerne. Das ist immer cool, wenn er dann während der Vorlesung und all dem schrecklichen Namen mit ihren noch schlimmeren Fomeln nach vorne tritt und sagt "An dieser Stelle möchte ich gerne wieder etwas vortragen..." Szenenapplaus bekommen ansonsten nur die Professoren, die Experimental-Vorlesungen halten und etwas in die Luft jagen oder bunt werden lassen.

Als "Merksatz" zum Aufbau einer alpha-Helix hat er dies geschrieben:

Die alpha-Helix


Es haben sich Aminosäuren - geordnet- fest verbunden,
Durch Translation ist festgelegt, welch Nachbarn sich gefunden.

Verknüpft sind CO und das NH und Elektronen tanzen,
Die Atome sind starr und eben fixiert durch die Kräfte der Resonanzen. (weiterlesen)

26 Mai 2006 - 23:53 -- Thanil

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Schnitzeljagd mit Amélie und Gandalf


Nach dem ganzen Bashing gegen The Da Vinci Code kam ich mit niedrigsten Ansprüchen ins Kino. Ja, ich musste mich sogar ein klitzekleines bisschen überwinden, ihn zu gucken, weil ich fest erwartete, einen schlechten Film zu sehen. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich einen besonders hervorragenden Film gesehen hätte, dafür war vieles doch zu konventionell und zu "bieder", aber er war auch keineswegs so schlecht, wie er in den Medien teilweise geredet wurde. (weiterlesen)

21 Mai 2006 - 18:43 -- Oxford

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Die Insel der Actionklone

Ich habe gerade "Die Insel" gesehen. Ein Film, den ich damals eigentlich im Kino sehen wollte. Leider hat es nicht hingehauen. Das hab ich jetzt also nachgeholt.

Ich bin wirklich unentschlossen. Der Film hat teilweise sehr gute Momente und Ideen. Auch die Besetzung ist top. Dann aber tauchen billige Klischees, dümmliche Dialoge und plumpeste Hollywoodaction auf.

Aber beginnen wir von vorne, SPOILER ENTHALTEN:


Lichtblick und super heiß: Jordan Delta 2 (weiterlesen)

18 Mai 2006 - 22:51 -- MetkrugSturmtief

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Frühjahrsputz


Frühjahrsputz
Unter Bäumen, zwischen Büschen
will Frau Müller Stäube wischen.
Denn ihr Ehegatte Günter
kommt zwar prima übern Winter,
doch kaum regt sich die Natüre
streckt er von sich alle Viere,
nasentriefig, wangenbleich,
augentropfig, bronchienkeuch.

„Dieser Zustand darf nicht bleiben,
dieses Husten, dieses Schnäuben
in verrotzte Taschentücher,
wie ein schwindsüchtiger Siecher.
Her mit meinem besten Besen,
ich werd‘ das Problem schon lösen!“,
spricht Frau Müller, Edeltraud,
putzerprobt und kampfbereit.

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14 Mai 2006 - 16:21 -- Nichtraucher

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Neil Young Live



Nach 3 Tagen Weld-hören rund um die Uhr sag ich mal... sehr geile Mucke smilie

Wie erwähnt kenne ich das meiste bereits in anderen oder ähnlichen Versionen, Überraschungen sind nicht drauf, naja, vielleicht "Blowing in the wind" in der Jimmy-Hendrix-Gedächtnis-Fassung, damit hätte ich nun nicht gerechnet.

Ansonsten eben alles wie man es kennt... ein Katzenkonzert asynchron gestimmter E-Gitarren, der unwechselbar näselnde Gesang des Meisters, endlose Instrumentalphasen, eine Handvoll simpler Melodeien wechseln sich in ewigem Kreislauf ab wie die Jahreszeiten.. ich verstehe, wenn man Neil Young nichts abgewinnen kann. (weiterlesen)

13 Mai 2006 - 15:58 -- Gimli

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Prinzessin Mononoke


Wenn ich sage, dass es ein recht typischer Film für die Ghibli-Studios ist, dürften viele schon wissen wie sich dieser Anime auf der Leinwand anfühlt. Aber noch wahrscheinlicher ist, dass ihn viele sogar kennen.
Zum ersten Mal gesehen habe ich ihn auf RTL 2 - eine Schande den Film an diesen Sender zu verschwenden - und er war sogar relativ ungeschnitten, zumindest im Vergleich zu späteren Ausstrahlungen; ich habe sowieso das Gefühl, dass die Privatsender in den letzten Jahren mehr geschnitten haben als früher. Doch ich schweife ab.
Wikipedia beschreibt diesen Film von Hayao Miyazaki als eine Geschichte über Umweltzerstörung, die bösen Menschen, die friedliche Natur und wie sie am Ende alle einen Weg finden friedlich zusammenzuleben. Klingt wie ein Werbefilm für Greenpeace. Ich sehe das allerdings etwas anders. (weiterlesen)

12 Mai 2006 - 18:46 -- Oxford

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EU-LAK Gipfel in Wien



Hallo, ich schreibe gerade aus dem Presse-Center vom EU-LAK Gipfel in Wien. Eben ist das feierliche Eroeffnungsplenum in Anwesenheit aller Staats- und Regierungschefs zu Ende gegangen. Dorthin darf nur ein bestimmte Anzahl ausgewaehlter Bild- und TV-Journalisten. Durch einen wahnsinnigen Gluecks- und Zufall, war ich auch anwesend, auf der Pressetribuene. Die Dame vom Bundespresseamt hatte zwei Poolkarten fuer diese Veranstaltung an deutsche Journalisten zu vergeben. Eine ist sie nicht losgeworden, weil sich der entsprechende Kameramann offensichtlich anderweitig mit einer Poolkarte versorgt hat. Kurz vor Beginn der Veranstaltung hat sie mir die Karte gegeben, wodurch in den zweiten Sicherheitsbereich gelangte und teilnehmen konnte. Da sassen sie dann alle feierlich: 60 Staats- und Regierungschefs, von Merkel ueber Chirac, Blair, Schuessel bis zum „linken Superstar“ Hugo Chavez. Ausserdem Kommissionschef Barroso, Javier Solana und Kofi Annan! (weiterlesen)

12 Mai 2006 - 10:40 -- Zara

CDs verwichteln und die Folgen

Wichtel, wichtel..

 

Vor einigen Tagen lag ein großer brauner Umschlag im Briefkasten – an mich adressiert! Voller Erwartung lief ich in mein Zimmer, warf die Tasche in eine Ecke und die Schuhe in eine andere und ließ mich vor dem CD-Player nieder. In wenigen Nanosekunden war der Umschlag aufgerissen und in meinen Händen hielt ich eine CD, in weißem Seidenpapier, sowie eine Karte auf der in zierlicher Handschrift ein paar Zeilen an mich gerichtet waren. Diese Karte war es, die mich auf Celebrians Spur brachte, der Schreiber musste weiblich sein, er musste Faustkantaten aus dem 16ten Jahrhundert lesen…doch der größte und zugleich banalste Hinweis war die Karte selbst, die in Berlin gedruckt wurde. Zwar hätte sie ohne weiteres in Hamburg, München oder Schildau gekauft sein können, aber es war die Erwähnung der Stadt die den *Klick* auslöste. Aber zur CD selbst…
„Wüstes Gewichtel“ steht in der oberen rechten Ecke, und wirklich, Celebrian schafft es auf 16 Titeln u.a. Nightwish, The Rasmus, Sting, Goran Bregovic, Leonard Cohen, Keimzeit, Tom Waits und Brahms zusammenzubringen und dabei sind nur jene genannt, die mir ein Begriff waren!

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02 Mai 2006 - 22:07 -- Waldelb

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Wünsch dir was!



Manchmal ist es wirklich schwer zu sagen, was mit dieser Welt los ist.

Wahrscheinlich hat jeder, der sich die Zeit nimmt diese Wort hier zu lesen, ein vergleichsweise gutes Leben. Es wird kaum jemand darunter sein, der so frustriert ist, dass es zu seinen Hobbys gehört Abends durch die Straßen zu ziehen und dem Vandalismus zu frönen. Aber vielleicht fragte sich auch schon mehr als einer von euch, was Jugendliche dazu treibt Blumenkästen zu zertreten, öffentliche Bänke und Tische umzuschmeißen und das kaputt zu machen, woran sich andere erfreuen. Sie gehen in eine Kneipe, haben einen netten Abend mit Freunden und zum Abschied wird randaliert und das an einem ganz normalen Freitag.
Wenn man Nachts durch solche Aktionen vor seinem Fenster geweckt wird, fragt man es sich auf jeden Fall. Und wenn man dann kopfschüttelnd zu keiner Antwort kommt, ist es ernüchternd wie hilflos man doch manchen Entwicklungen gegenüber steht. (weiterlesen)