23 Januar 2009 - 15:33 -- Tyler

Der Ventilatortod

Ein Ventilator



Wikipedia: Der Ventilatortod

Der Ventilatortod [dramatische Musik] ist ein in Südkorea verbreiteter Aberglaube. Er sagt aus, dass man durch einen über Nacht in einem geschlossenen Raum laufenden Ventilator sterben kann […] Ventilatoren, die in Korea hergestellt und vertrieben werden, sind mit einem Zeitschalter ausgestattet, der sie nach einer bestimmten Zeit abschaltet.


Die Schaufelräder zerteilen wohl die Sauerstoffmoleküle, wodurch man unbemerkt ersticken kann. Oder so. Ähnlich.

Selbst die staatliche Behörden warnen vor „Atemstillstand durch elektrische Ventilatoren und Klimaanlagen“. Und in den Medien sind Ventilatortodesfälle beliebte Sommerlochthemen. Dass der Ventilatorentod außerhalb Südkoreas völlig unbekannt ist, wischen die koreanischen Mediziner mit dem Hinweis auf die einzigartige koreanische Physiologie vom Tisch.

21 Januar 2009 - 21:42 -- hatata

,

Das Telegramm des Horst K.

Bundespräsident Horst Köhler gratulierte Obama und lud ihn zu einem baldigen Besuch nach Deutschland ein. "Deutschland weiß sich den Vereinigten Staaten besonders verbunden. Dass wir Deutsche in diesem Jahr Freiheit und Einheit feiern können, verdanken wir ganz besonders auch unseren amerikanischen Freunden und Partnern", schrieb er in einem in Berlin veröffentlichten Telegramm.


Irgendwie denke ich bei Telegrammen immer an glatzköpfige, bebrillte Männer mit Schirmmütze, die in Lucky Luke - Comics monatelang in irgendwelchen Hütten neben den Bahngleisen sitzen und vor sich hin dösen, und dann kommt irgendwann ein Telegramm an, sie springen auf und sind ganz außer sich und verschreiben sich zwanzig mal und versuchen dann die Nachricht zu entschlüsseln und sind verwirrt.

Jetzt stelle ich mir vor, im Keller von Schloss Bellevue sitzt auch so ein Mann, und nach Jahren kommt mal wieder einer zu ihm runter, es ist der Bundespräsident persönlich: "Herr Kruschinski, ich möchte gerne ein Telegramm an den amerikanischen Präsidenten schicken!", und der Mann setzt sich hektisch an seine verstaubte Maschine, die Buchstabencodes kann er noch aus dem Kriege, Kurz-Kurz-lang, Kurz-laaaang-laaang.. Drüben in Washington sitzt auch so einer, nimmt das Telegramm an, und kommt dann durch eine Falltür im Boden plötzlich in Obamas neues Arbeitszimmer mit diesem Papierstreifen, Spinnweben im Haar, vollkommen begeistert: "Mr President, ein Telegramm aus Europa!!" Das Gesicht von Obama möchte ich sehen!

04 Januar 2009 - 00:00 -- titania

Drogerie trifft auf Historikerhumor

Bild der Leuchtschrift der Drogerie



Das Bild stammt im Übrigen aus dem Sommer, aber als ich jetzt in Mannem war, war es immer noch genauso unrepariert. Aber wer bin ich, darauf hinzuweisen? So ein Spaß!

02 Januar 2009 - 14:18 -- Nichtraucher

Indiana Jones and the Temple of Doom

Fake-Szenenbild


Indiana Jones (links) and the Temple of Doom (rechts)



Ich hab kürzlich festgestellt, dass ich noch nie Indiana Jones II gesehen habe und hab gestern diese Bildungslücke geschlossen. Das ist aber gar aber kein Film, sondern ein Jump-and-run-Spiel. Alle Szenen, in denen eine Handlung entworfen wird oder Charaktere entwickelt oder sich einfach mal zwei Leute unterhalten, ohne gleichzeitig um ihr Leben zu rennen, dürften zusammen knapp 10 Minuten ausmachen. Der Rest ist von einer Lebensgefahr in die nächste geraten und alles irgendwie überleben. Es gibt nicht einmal einen richtige Aufgabe, die zu erfüllen wäre, man stolpert halt so rein ins Abenteuer, mit dem Propellerflugzeug von Shanghai nach Indien, reife Leistung, aber auch eine sehr indianajonige Geographieauffassung, das passt schon. (weiterlesen)