15 Februar 2009 - 23:19 -- MetkrugSturmtief

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Mein Lieblingsaxolotl

Freundliches Axolotlviech


Wenn mein Lieblingsaxolotl
mir sein kleines Patschepfotl
mitleidvoll ins Essen tunkt,
weiß ich, wieder mal mißlungen,
wieder mal umsonst gerungen,
kochen kann ich gar nicht. Punkt.

Wenn mein Lieblingsaxolotl
mir sein kleines Patschepfotl
in die Wäscheberge steckt,
seh' ich schon die Trauermiene
meiner leeren Waschmaschine.
Wäsche kenn' ich nur verdreckt.

Wenn mein Lieblingsaxolot
mir sein kleines Patschepfotl,
mitten in mein Zwerchfell piekst.
kann ich nichts als lauthals lachen
und mich ganz zum Affen machen
bis sogar die Wäsche kiekst.

Wenn mein Lieblingsaxolotl
mir sein kleines Patschepfotl
kichernd auf die Wade haut
will er mir vertraulich sagen,
schlecht in allen Haushaltsfragen,
aber lachen kann die Braut.



07 Februar 2009 - 08:00 -- Tyler

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Star Trek

Teaser-Plakat von Star Trek XI



Ich gehe Milch kaufen und stehe an der Kasse und dann passiert es. Ich muss daran denken. Was sie gesagt hat. Oder ich sitze morgens verschlafen im Bus und meine Gedanken wandern… wie konnte sie nur! Und ich werde so wütend. Immer wieder rollen die Sätze durch meinen Kopf; jedes einzelne Wort rufe ich mir murmelnd in Erinnerung, so wie man auch eine offene Wunde im Mund immer prüfend mit der Zunge betastet. Ich kann nicht länger schweigen…

Die Originalfilme sind ja auch total bananig. Am liebsten mag ich noch den Teil, in dem sie in einem hippiesken San Francisco der 70er landen, von Hare Krishna-Tanzteufeln heimgesucht werden und die Wale retten. Sowas stell ich mir hier auch vor.


…das ist das n00bigste was ich je gelesen habe!!!1einself smilie

George Lucas "Krieg der Sterne" ist bloß ein Märchen. Eine Space Opera. Ob man Rebell ist oder Vader cool findet wurde inzwischen zur reinen Attitüde.

Gene Roddenberry wollte das nie. Star Trek ist Science Fiction. Oder sollte es zumindest sein. Das (positive) Weiterdenken des menschlichen Werdegangs in die Zukunft. Eine Utopie wie Technik und Gesellschaft in hunderten Jahren aussehen könnten. Die theatralische Überprüfung moralischer Fragen. Das Bestehen der Menschheit in der final frontier. (weiterlesen)

05 Februar 2009 - 08:00 -- Lothiriel

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A Midsummer Night's Dream

Feen im waldgrünen Mondlicht


Eine schwarze, hochglänzende Bühne. Sechs raumhohe Drehspiegel als Hintergrund. Eine glutrote Abendsonne. Auf der Bühne treffen zwei Kämpfer in stilisierten, griechischen Rüstungen - schwarz und hochglänzend wie der Bühnenboden - aufeinander.

So beginnt Shakespeares Sommernachtstraum in Stratford. Die beiden Kämpfer stellen sich als Theseus, Herzog von Athen, und seine Verlobte, Hippolyta, Königin der Amazonen, heraus. Die beiden fechten einen Trainingskampf aus, bei dem sie sich nichts schenken, als Egeus die Bühne betritt. Egeus hat seine Tochter Hermia, deren Liebhaber Lysander und Verehrer Demetrius im Schlepptau. Demetrius hat bereits bei Egeus um Hermias Hand angehalten und Egeus sähe ihn lieber als Schwiegersohn als Lysander, den er für einen Taugenichts hält. Hermia sieht das natürlich anders und verweigert ihr Einverständnis zur Hochzeit mit Demetrius, weshalb sie von ihrem Vater vor den Herzog gezerrt wird. Egeus beruft sich auf ein altes Gesetz, wonach seine Tochter ihm zu gehorchen hat oder in den Tod gehen muss. Theseus jedoch gewährt ihr eine andere Wahl, nämlich lebenslang keusch zu bleiben und im Tempel der Diana zu dienen. Ich persönlich hätte in dieser Inszenierung gerne etwas mehr Text für Hippolyta gehabt, so wütend, wie die auf ihren zukünftigen Gemahl nach dieser Entscheidung war, wäre das bestimmt eine erheiternde Szene geworden. Naja, wir müssen uns mit Hermia und Lysander begnügen, die ihre Flucht aus Athen planen. Leider ist Hermia zwar wunderschön, aber nicht die hellste Leuchte auf diesem Planeten, und so vertraut sie sich ihrer besten Freundin Helena an. Helena ist total verschossen in Demetrius, der aber Hermia liebt, wir erinnern uns. Um Demetrius für sich zu gewinnen, verrät Helena ihm den Fluchtplan. Diese Logik hat sich mir noch nie erschlossen, sie sollte doch froh sein, wenn die andere weg ist, aber nein, die dumme Nuss verrät ihre beste Freundin an ihren eigenen Traummann, damit dieser die Flucht vereiteln kann und danach glücklich und zufrieden bis an sein Lebensende mit der anderen zusammenleben kann? Hätte sie mal die Klappe gehalten, dann wäre ihre große Rivalin einfach so von der Bildfläche verschwunden und sie hätte am nächsten Morgen "Uuuuuuuups" gesagt und ihren Demetrius über seinen Verlust hinwegtrösten können.

Aber nein, jetzt wollen sich Hermia und Lysander zwecks Flucht im Wald treffen, Demetrius will ihnen auflauern und Helena läuft Demetrius nach wie ein Dackel. Klingt doch nach einem super Plan. (weiterlesen)

03 Februar 2009 - 08:00 -- AgdV

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Das Chrysler Building in New York City

Foto des Chrysler Buildings


Das ist das Chrysler Building in New York City. Es ist 319 Meter hoch und wurde im Jahr 1929 erbaut, Einweihung im Jahr 1930. Es ist auch heute noch insofern berühmt, als dass viele Liebhaber von Wolkenkratzern es als das schönste Gebäude aller Zeiten ansehen, zumindest, was das obere Drittel mit der imposanten Dachstruktur angeht. Im oberen Drittel befinden sich auch die stählernen Gargylen, die Adlerköpfe an den acht Eckpunkten des Gebäudes, über den vier Balkons. Auf den Fotos sehen die winzig klein aus, aber die sind so groß, dass man auf denen am Abgrund stehen kann.

Dort, wo die geschwungene Dachstruktur beginnt, war ganz zu Anfang mal ein öffentliches Restaurant, das aber keinen Gewinn machte, da während der Weltwirtschaftskrise zu wenig Gäste kamen. So wurden dann diese obersten Stockwerke in einen privaten Club umgewandelt, den Cloud Club. Der hatte während der Prohibitionszeit eingebaute Verstecke für größere Mengen an Alkohol. Es gibt da auch noch irgendeine alte Geistergeschichte aus der Zeit, die mit dem Cloud Club zu tun hat, aber da kenne ich keine Details, außer dass es manche Leute unheimlich fanden, wie viele Blitze bei einem Gewitter die Dachstruktur anzog.

Heute gibt es den Cloud Club nicht mehr. Die obersten Stockwerke standen sehr lange Zeit leer, ich glaube sogar, Jahrzehnte. Ich habe irgendwo gelesen, dass eine Firma diese Stockwerke inzwischen gekauft hat. Ich möchte gerne mal wissen, wie die Stockwerke eigentlich aussehen. Besonders funktional gestaltet sind die ja nicht, denn das Design der Dachstruktur war ja auf den äußeren Effekt angelegt, es sollte cool aussehen. Die obersten Stockwerke sind zunehmend enger. (weiterlesen)

01 Februar 2009 - 12:18 -- Waldelb

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Blutstillung in a nutshell

Hallo Freunde der Gesundheit, ich erzähle euch heute etwas zur Blutstillung (Hämostase).

Kommt es zu einer Verletzung der Blutgefäße wird auf 3 Ebenen gegengewirkt: Zellulär, Vaskulär und Humoral. Zunächst bildet sich dabei auf zellulärer Ebene durch Plättchenaggregation ein Pfropf, der das Ausbluten verhindern soll. Dazu müssen die Blutplättchen (Thrombozyten) aktiviert werden.

Mikroskopbild


Ein Thrombozyt (mitte) und seine Kumpels (links: Erythrozyt, rechts: Leukozyt)



Wir stellen uns also vor, die Thrombozyten schimmen den lieben langen Tag durch unseren Blutkreislauf. Woher wissen sie, dass es Zeit ist einen Pfropf zu bilden und eine Ader zu verschließen? Bei einem Riss des Endothels, der Gefäßwand, kommt das darunter liegende Kollagen zum Vorschein. Gleichzeitig schütten die zerrissenen Endothelzellen den (Achtung, House-Fans aufgepasst, dass könnte euch bekannt vorkommen) von-Willebrand-Faktor (vWF) aus, der auf dem freiliegendem Kollagen hängen bleibt. Auch weitere Strukturproteine des Kollagens (Laminin und Fibronectin) sind nun vom Blut zugänglich. (weiterlesen)