Übersicht für: 'lyrik'

15 February 2009 - 23:19 -- MetkrugSturmtief

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Mein Lieblingsaxolotl

Freundliches Axolotlviech


Wenn mein Lieblingsaxolotl
mir sein kleines Patschepfotl
mitleidvoll ins Essen tunkt,
weiß ich, wieder mal mißlungen,
wieder mal umsonst gerungen,
kochen kann ich gar nicht. Punkt.

Wenn mein Lieblingsaxolotl
mir sein kleines Patschepfotl
in die Wäscheberge steckt,
seh' ich schon die Trauermiene
meiner leeren Waschmaschine.
Wäsche kenn' ich nur verdreckt.

Wenn mein Lieblingsaxolot
mir sein kleines Patschepfotl,
mitten in mein Zwerchfell piekst.
kann ich nichts als lauthals lachen
und mich ganz zum Affen machen
bis sogar die Wäsche kiekst.

Wenn mein Lieblingsaxolotl
mir sein kleines Patschepfotl
kichernd auf die Wade haut
will er mir vertraulich sagen,
schlecht in allen Haushaltsfragen,
aber lachen kann die Braut.



19 December 2008 - 00:00 -- MetkrugSturmtief

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Warum Kolonialwarenhändler keine Blubberbrause an Bergfeen verkaufen dürfen

In den Bergen
hinter dem See
hinter den Wäldern
rülpst eine Fee.

In den Wäldern
auf einem Baum
frühstückt der König
Rotkehlchenflaum.

Da erreicht ihn
Feenrülpsers Schall,
wirft ihn zu Boden,
hart ist der Fall,


bläut sein Schienbein,
bricht seine Hand
und in den Wipfeln
weht sein Gewand.

In den Bergen
hinter dem See
hinter den Wäldern
lacht eine Fee.



16 November 2006 - 20:05 -- MetkrugSturmtief

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Tante Gagas Weihnachtswunschzettel

Lieber guter Weihnachtsmann.
Streng dich mal ein bißchen an.
Bring mir endlich tolle Sachen,
Was zum Dumm-und-dämlich-lachen.

Einundzwanzig Foxtrottbeine,
Dreizehn Wiener-Walzer-Schweine,

Ein Oktett Sopranrosinchen,
Ein Quintett Tenorkaninchen,

Drei Pfund Raubritterpastrami,
Zwei Stück Burgfräuleinsalami,

Eine Korkenziehgiraffe,
Eine Tigerpupskaraffe.

Diese Bitte noch am Ende:
Halte mir vom Leib die Hände
Jener weißbekittelt' Herren,
Die mich in die Klapse sperren.

Babelturmhochachtungsvoll,
Deine
Tante Gaga Droll



18 May 2006 - 22:51 -- MetkrugSturmtief

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Frühjahrsputz


Frühjahrsputz
Unter Bäumen, zwischen Büschen
will Frau Müller Stäube wischen.
Denn ihr Ehegatte Günter
kommt zwar prima übern Winter,
doch kaum regt sich die Natüre
streckt er von sich alle Viere,
nasentriefig, wangenbleich,
augentropfig, bronchienkeuch.

„Dieser Zustand darf nicht bleiben,
dieses Husten, dieses Schnäuben
in verrotzte Taschentücher,
wie ein schwindsüchtiger Siecher.
Her mit meinem besten Besen,
ich werd‘ das Problem schon lösen!“,
spricht Frau Müller, Edeltraud,
putzerprobt und kampfbereit.

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