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15 February 2007 - 23:32 -- Oxford

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Pan's Labyrinth


Der lief gestern in der Sneak und ist u.a. für den Oscar des besten nicht-englischsprachigen Films nominiert. Das Setting ist das Spanien unter Franco im Jahre 1944. Ein fieser Hauptmann unterhält eine Waldhütte mit mehreren Soldaten, die die Rebellen in den Bergen ausrotten sollen. Die Mutter der jungen Ophelia trägt sein Kind in ihrem Bauch. Gemeinsam mit ihrer Mutter zieht Ophelia zum Hauptmann und den Soldaten in den Wald. Der Hauptmann ist der typische böse Stiefvater, der Ophelia nicht leiden kann und sie kann ihn nicht leiden. Trotzdem dringt ihre Mutter immer wieder darauf, dass sie ihn Vater nennen solle.

Ophelia ist ein sehr fantasievolles Mädchen und glaubt an Feen und Magisches. So passiert es, dass ihr im Wald plötzlich eine kleine Fee begegnet, die sie des Nachts in Pan's Labyrinth entführt. Dieser eröffnet ihr, dass sie die langverschollene, wiedergeborene Prinzessin seines Reiches sei. Sie müsse nur drei Aufgaben erfüllen, damit er sich wirklich sicher sei.

Von da an läuft der Film in zwei Plots parallel. Einerseits der Bürgerkriegsplot, um den Hauptmann und einen Doktor und eine Magd, die beide heimlich die Rebellen unterstützen und nur als Spione in der Waldhütte arbeiten. Anderseits der Ophelia Phantasy-Plot, in dem sie ihre Aufgaben bewältigen muss, um sich als Prinzessin ihres Reiches zu erweisen. Das Verhältnis liegt bei ca. 60 zu 40 für den Kriegsplot, würde ich sagen.

Der Film ist äußerst blutig, brutal, (teilweise) ekelig und über die Maßen düster. Wirklich keine leichte Kost, die man gern Nachts in einer Sneak sehen würde

Ich hatte vorher nichts über den Film gehört oder gelesen, aber als ich aus dem Kino kam, las ich eine Beschreibung, in der schamlos gespoilert wurde, dass Ophelia sich anhand ihrer Fantasie in eine Traumwelt flüchtet, um der Grausamkeit ihres Lebens zu entfliehen. Skandal! Denn meiner Meinung nach wird es im Film nicht richtig klar, ob der Pan und die Feen nun real sind oder nur Ophelias Fantasie entspringen. Das bleibt eigentlich offen. Vielleicht hat sich das Kinomagazin da auch nur verrannt. Wäre es so, wie das Magazin schreibt, wäre der Film einfach nur unglaublich traurig.

Die Mischung der beiden Plots wirkt auf mich ein wenig unausgegoren. Die Schauspielerin der kleinen Ophelia ist aber wirklich bezaubernd und müsste eigentlich jeden Zuschauer in ihren Bann ziehen, ähnlich wie es damals Keisha Castle-Hughes in Whalerider gelungen ist.

6,5 von 10 schleimigen Kröten.

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