Übersicht für: 'chuck palahniuk'

01 April 2005 - 13:32 -- Tyler

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Tyler Durden ist zurück

The bar is empty, and the bartender says, "Welcome back, sir."
I've never been to this bar, ever, ever before.
I ask if he knows the name Tyler Durden.
The bartender grins with his chin stuck out above the top of the neck brace and asks, "Is this a test?"
Yeah, I say, it's a test. Has he ever met Tyler Durden?
"You stopped in last week, Mr. Durden," he says. "Don't you remember?"




Ich sah Mr.Durden diese Woche im Buchladen neben mir stehen und war nicht schlecht überrascht, denn die deutsche Übersetzung war schon seit Jahren, praktisch seit dem Film, vergriffen. Allein auf eBay konnte man noch zerlesene Ausgabe für 50 Euro ersteigern; und das für ein Taschenbuch!

Die Vertriebsabteilung von Droemer/Knaur damals:
Wir kennen die momentane Nachfrage nach diesem Titel durchaus. Eine Neuauflage ist allerdings aus Gründen, die wir hier nicht erörtern können, derzeit leider nicht möglich"



Klingt mysteriös, ich hätte gerne gewusst was das Problem war, womöglich eine idealistische Auflehnung gegen die Marktwirtschaft. Sei's drum, bei Goldmann ist jetzt Anfang des Jahres die Neuauflage von Fight Club erschienen:

Fight Club Buch



Das Coverbild der Zelluloidrolle ist gut gewählt. In Fight Club ist das Medium Film in seiner analogen Version eine Metapher für Bewusstsein. (Schlauer Satz, nich? Das habe ich einmal in einer Seminararbeit über FC gelesen.) Und Cuck Palahniuk hat ja diesen repetiven, abgehackten, schnell lesbaren Stil, mit dem er drei Szenen gleichzeitig beschreibt, während sich der Off-Erzähler zusätzlich noch Gedanken darüber macht, was er als (schizophrener) Proganist gerade tut. Es heisst ja, Pahlaniuk hätte eine perfekte Drehbuchvorlage geliefert, ich glaube aber nicht, ob jemand anderes als David Fincher das so kongenial verfilmen hätte können. Er benutzt zum Beispiel fast nur schnelle Schnitte und Einstellungswechsel für die Erzählweise um einen stream of consciousness zu erzeugen, Schwenks oder Zooms kommen kaum vor. Stattdessen bewegen sich die Schauspieler immer zur Kamera, anstatt andersherum. Die meisten anderen Regisseure hätten den direkt gegenteiligen Weg eingeschlagen und die Wackelkamera ausgepackt, um das Gefühl von Subjektivität zu vermitteln.

Das Buch hat im Gegensatz zur Verfilmung kein offenes Ende (es ist auch leicht anders), im Grunde ist die Handlung aber erstaunlich gleich, nur eine Buch-Szene ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Tyler klaut das Fett für seine Seife nicht aus einer Schönheitsklinik, sondern aus dem Kühlschrank von Marla Singer, die sich damit die Lippen aufspritzen will. Naja. Ziemlich bescheuert, Finchers Version ist da besser.

Now Playing:
Where is my Mind? - The Pixies



Externe Quellen für 'chuck palahniuk'

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