Übersicht für: 'filmklassiker'

19 August 2005 - 11:24 -- Nichtraucher

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Ben Hur


Ich war zehn oder elf, als ich mit meinem Vater in "Ben Hur" ging, der lief da nämlich im Programmkino, nachmittags, glaube ich. Mein Vater geht nie ins Kino und ich kannte nur das Schulkino, wo "Star Wars" lief, wenn man Glück hatte und "Ein Käfer gibt Vollgas", wenn nicht. Somit war entweder "Ben Hur" oder "Excalibur" der erste Film, den ich im Kino sah. Ich bin für "Ben Hur", hätte mehr Stil. (weiterlesen)

15 August 2005 - 10:07 -- Nichtraucher

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Don't call it a Western!

Irgendwie sieht die Perspektive schief aus...?


Ein weiteres Meisterwerk aus den letzten Tagen der Technicolor-Ära, ein klassischer Edelwestern, der aber nie den ganz großen Bekanntheitsgrad erreichte wie andere Genreklassiker und der ihm doch zustände, denn "Big Country" braucht sich hinter diesen nicht zu verstecken. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass der Film so oft gar nicht wie ein Western wirkt, die klassischen Westernelemente des Kampfes zwischen Gut und Böse oder der Eroberung des Westens werden kaum ausgespielt. Im Vordergrund des 200-Minuten-Epos' steht das Drama der Akteure und eben das "big country", die staubtrockene, endlose Weite im Südwesten der USA. So erinnerte mich der Film auch oft an "Giganten" oder "Gone with the wind", er bedient sich eher der Bildsprache dieser Monumentalstreifen, seiner Szenerie angemessen, denn weiß Gott, es ist ein "weites Land"!


Endlos wie ein Ozean aus Staub und Gras brütet das Land unter der Sonne des Südens, wie winzige Inseln wirken die weit verstreuten Ansiedlungen, verloren geradezu. Die Kamera schwelgt bereits in der allerersten Einstellung in den ungeheuren Dimensionen und stellt von Anfang an die Verhältnisse klar: aus großer Distanz gefilmt wirkt die Postkutsche, die durch den Titelspann zieht, wie ein Gefährt aus dem Flohzirkus, das Städtchen, das ihr Ziel ist, wie eine Spielzeugkulisse und die Menschen dort wie Ameisen. Fast zögerlich folgt der Fokus der Kutsche und wir sehen Gregory Peck als Ostküstengentleman John McKay mit steifen Knochen aussteigen, eine schier endlose Fahrt ist zu Ende. Gerade im Westen angekommen wird er schon zur Zielscheibe des Spotts, in seinem grauen Anzug und der stutzerhaften Melone. Steve Leech, ein grimmiger Charlton Heston, Vorarbeiter der Terrill-Ranch, erlöst ihn und schafft ihn samt Koffer und Hutkarton in die Arme von McKays Verlobter, der Rancherstochter Pat. Es gibt eine kussreiche Wiedersehensszene, Pat verliebte sich während ihres Bildungsaufenthaltes in Baltimore in den schmucken Erben einer Reederei, und nun soll die Hochzeit standesgemäß hier draußen, auf der Ranch ihres Vaters, gefeiert werden. (weiterlesen)

08 August 2005 - 11:03 -- Nichtraucher

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Inferno und Ekstase


Als ich mit 16 Jahren zum ersten Mal bei einem Freund im Hobbykeller (seine Eltern waren Segeln gefahren) diesen Meilenstein des Trash-Pornos sah, ahnte ich ja noch nicht, wie sehr mein zukünftiges Geschlechtsleben hiervon beeinflusst werden sollte. Mit offenen Hos.. Mündern saßen wir auf der Kunstledercouch, über uns die Henkelbechersammlung seines Vaters, und wurden von Felicita Shagwell und Lorie Swinger in die hohe Kunst der Triebe eingeführt (eingeführt, höhö..). Erst als in den folgenden Jahren mein Ruf, der einfallsreichste und technisch versierteste Hengst am Platz zu sein wuchs und die jungen Dinger praktisch Schlange standen, um mit mir den "Doppelten Rittberger" oder den "tschechischen Purzelbaum" zu proben, als ich mit dem "Elfensprung" und dem "Schwedentrunk" ungeahnte Erfolge verzeichnete und die vielfältigen Möglichkeiten des "Einarmigen Banditen" mich immer wieder selber verblüfften, da erst wurde mir klar, wie viel ich Sally Tomatoe, dem Produzenten, Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller dieses Genreklassikers verdanke. Und auch heute würde ich jederzeit unumwunden zugeben, dass Tomatoes Visionen mich... äh, nein, falscher Film, sorry. Nochmal:
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28 July 2005 - 12:22 -- Nichtraucher

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Robin Hood

Ein Held in Technicolor


Heute habe ich mir den kompletten Audiokommentar von The adventures of Robin Hood angehört, man hat ja Urlaub. Der Filmhistoriker Rudy Behlmer erzählt uns mit einer beruhigenden Samtstimme und in lupenreinem Hochenglisch spannende, weniger spannende und vollkommen sinnlose Details rund um die Warner-Produktion von 1938. Herrlich, man kuschelt sich mit einem Tee aufs Sofa, draußen rauscht ein sanfter Sommerregen, die quietschbunten Technicolor-Bilder tanzen über die Mattscheibe und Onkel Rudy weiß alles! (weiterlesen)

Externe Quellen für 'filmklassiker'

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