Lieber guter Weihnachtsmann.
Streng dich mal ein bißchen an.
Bring mir endlich tolle Sachen,
Was zum Dumm-und-dämlich-lachen.
Einundzwanzig Foxtrottbeine,
Dreizehn Wiener-Walzer-Schweine,
Ein Oktett Sopranrosinchen,
Ein Quintett Tenorkaninchen,
Drei Pfund Raubritterpastrami,
Zwei Stück Burgfräuleinsalami,
Eine Korkenziehgiraffe,
Eine Tigerpupskaraffe.
Diese Bitte noch am Ende:
Halte mir vom Leib die Hände
Jener weißbekittelt' Herren,
Die mich in die Klapse sperren.
Babelturmhochachtungsvoll,
Deine
Tante Gaga Droll

Frühjahrsputz
Unter Bäumen, zwischen Büschen
will Frau Müller Stäube wischen.
Denn ihr Ehegatte Günter
kommt zwar prima übern Winter,
doch kaum regt sich die Natüre
streckt er von sich alle Viere,
nasentriefig, wangenbleich,
augentropfig, bronchienkeuch.
„Dieser Zustand darf nicht bleiben,
dieses Husten, dieses Schnäuben
in verrotzte Taschentücher,
wie ein schwindsüchtiger Siecher.
Her mit meinem besten Besen,
ich werd‘ das Problem schon lösen!“,
spricht Frau Müller, Edeltraud,
putzerprobt und kampfbereit.
