Übersicht für: 'theater'

05 February 2009 - 08:00 -- Lothiriel

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A Midsummer Night's Dream

Feen im waldgrünen Mondlicht


Eine schwarze, hochglänzende Bühne. Sechs raumhohe Drehspiegel als Hintergrund. Eine glutrote Abendsonne. Auf der Bühne treffen zwei Kämpfer in stilisierten, griechischen Rüstungen - schwarz und hochglänzend wie der Bühnenboden - aufeinander.

So beginnt Shakespeares Sommernachtstraum in Stratford. Die beiden Kämpfer stellen sich als Theseus, Herzog von Athen, und seine Verlobte, Hippolyta, Königin der Amazonen, heraus. Die beiden fechten einen Trainingskampf aus, bei dem sie sich nichts schenken, als Egeus die Bühne betritt. Egeus hat seine Tochter Hermia, deren Liebhaber Lysander und Verehrer Demetrius im Schlepptau. Demetrius hat bereits bei Egeus um Hermias Hand angehalten und Egeus sähe ihn lieber als Schwiegersohn als Lysander, den er für einen Taugenichts hält. Hermia sieht das natürlich anders und verweigert ihr Einverständnis zur Hochzeit mit Demetrius, weshalb sie von ihrem Vater vor den Herzog gezerrt wird. Egeus beruft sich auf ein altes Gesetz, wonach seine Tochter ihm zu gehorchen hat oder in den Tod gehen muss. Theseus jedoch gewährt ihr eine andere Wahl, nämlich lebenslang keusch zu bleiben und im Tempel der Diana zu dienen. Ich persönlich hätte in dieser Inszenierung gerne etwas mehr Text für Hippolyta gehabt, so wütend, wie die auf ihren zukünftigen Gemahl nach dieser Entscheidung war, wäre das bestimmt eine erheiternde Szene geworden. Naja, wir müssen uns mit Hermia und Lysander begnügen, die ihre Flucht aus Athen planen. Leider ist Hermia zwar wunderschön, aber nicht die hellste Leuchte auf diesem Planeten, und so vertraut sie sich ihrer besten Freundin Helena an. Helena ist total verschossen in Demetrius, der aber Hermia liebt, wir erinnern uns. Um Demetrius für sich zu gewinnen, verrät Helena ihm den Fluchtplan. Diese Logik hat sich mir noch nie erschlossen, sie sollte doch froh sein, wenn die andere weg ist, aber nein, die dumme Nuss verrät ihre beste Freundin an ihren eigenen Traummann, damit dieser die Flucht vereiteln kann und danach glücklich und zufrieden bis an sein Lebensende mit der anderen zusammenleben kann? Hätte sie mal die Klappe gehalten, dann wäre ihre große Rivalin einfach so von der Bildfläche verschwunden und sie hätte am nächsten Morgen "Uuuuuuuups" gesagt und ihren Demetrius über seinen Verlust hinwegtrösten können.

Aber nein, jetzt wollen sich Hermia und Lysander zwecks Flucht im Wald treffen, Demetrius will ihnen auflauern und Helena läuft Demetrius nach wie ein Dackel. Klingt doch nach einem super Plan. (weiterlesen)

27 December 2008 - 13:06 -- Lothiriel

A Midsummer Night's Dream

The Royal Shakespeare Company // Stratford-Upon-Avon

Szenenfoto



Eine schwarze, hochglänzende Bühne. Sechs raumhohe Drehspiegel als Hintergrund. Eine glutrote Abendsonne. Auf der Bühne treffen zwei Kämpfer in stilisierten, griechischen Rüstungen - schwarz und hochglänzend wie der Bühnenboden - aufeinander.

So beginnt Shakespeares Sommernachtstraum in Stratford. Die beiden Kämpfer stellen sich als Theseus, Herzog von Athen, und seine Verlobte, Hippolyta, Königin der Amazonen, heraus. Die beiden fechten einen Trainingskampf aus, bei dem sie sich nichts schenken, als Egeus die Bühne betritt. Egeus hat seine Tochter Hermia, deren Liebhaber Lysander und Verehrer Demetrius im Schlepptau. Demetrius hat bereits bei Egeus um Hermias Hand angehalten und Egeus sähe ihn lieber als Schwiegersohn als Lysander, den er für einen Taugenichts hält. Hermia sieht das natürlich anders und verweigert ihr Einverständnis zur Hochzeit mit Demetrius, weshalb sie von ihrem Vater vor den Herzog gezerrt wird. Egeus beruft sich auf ein altes Gesetz, wonach seine Tochter ihm zu gehorchen hat oder in den Tod gehen muss. Theseus jedoch gewährt ihr eine andere Wahl, nämlich lebenslang keusch zu bleiben und im Tempel der Diana zu dienen. Ich persönlich hätte in dieser Inszenierung gerne etwas mehr Text für Hippolyta gehabt, so wütend, wie die auf ihren zukünftigen Gemahl nach dieser Entscheidung war, wäre das bestimmt eine erheiternde Szene geworden. Naja, wir müssen uns mit Hermia und Lysander begnügen, die ihre Flucht aus Athen planen. Leider ist Hermia zwar wunderschön, aber nicht die hellste Leuchte auf diesem Planeten, und so vertraut sie sich ihrer besten Freundin Helena an. Helena ist total verschossen in Demetrius, der aber Hermia liebt, wir erinnern uns. Um Demetrius für sich zu gewinnen, verrät Helena ihm den Fluchtplan. Diese Logik hat sich mir noch nie erschlossen, sie sollte doch froh sein, wenn die andere weg ist, aber nein, die dumme Nuss verrät ihre beste Freundin an ihren eigenen Traummann, damit dieser die Flucht vereiteln kann und danach glücklich und zufrieden bis an sein Lebensende mit der anderen zusammenleben kann? Hätte sie mal die Klappe gehalten, dann wäre ihre große Rivalin einfach so von der Bildfläche verschwunden und sie hätte am nächsten Morgen "Uuuuuuuups" gesagt und ihren Demetrius über seinen Verlust hinwegtrösten können. (weiterlesen)

17 August 2006 - 15:46 -- Wetterhexe

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Theater ist was Schönes: "The Comedy of Errors"

Theater ist was Schönes. Kino auch. Nicht vergleichbar. Vor allem nicht, wenn es um Shakespeare geht. Im Globe. Dort, wo das Publikum, wenn es mutig und lustig ist, auch schon mal reinrufen kann.


So geschehen am Dienstag, als wir "The Comedy of Errors" sahen. Antipholus of Syracuse fragt seinen Sklaven Dromio nach der körperlichen Beschaffenheit der Gattin des Dromio of Ephesus. (ich sollte hier erwähnen, dass es eine wirklich aberwitzige Zwillingsverwechslungskomödie ist - zwei Dromios, zwei Antipholusse)
*Fadensuch*

Die Szene spielte sich wie folgt ab: (weiterlesen)

03 February 2006 - 18:30 -- kpm

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Nicht ganz so toll - die "Lord of the flies"-Inszenierung der American Drama Group Europe


Auf der Flucht vor einem drohenden Atomkrieg stürzt das Flugzeug mit kleinen Jungs zwischen 6 und 12 Jahren auf einer einsamen Insel ab. Kein Erwachsener hat überlebt. Die Kinder stellen erst demokratische Regeln auf, wählen den vernünftigen Ralph zu ihrem Anführer und es geht ihnen auf der hübschen Insel mit ihren Sandstränden gar nicht so übel. Aber bald spaltet sich der rebellische Jack mit ein paar anderen "Jägern" ab, immer mehr von Ralphs Gruppe laufen zu ihm über und alle steigern sich in die Einbildung eines Monsters auf der Insel und den Konflikt zwischen den beiden Gruppen so hinein, dass zwei der Kinder brutal ermordet werden. Am Schluss ist nur noch Ralph bei Verstand und wird von den anderen gejagt, die zu diesem Zweck fast die ganze Insel abfackeln, wodurch dann endlich ein Schiff auf sie aufmerksam wird und sie von Soldaten gerettet werden.

Soweit im Buch und Film. Wie kann man diesen Stoff am besten als Theaterstück umsetzen? Richtig, als Slapstick-Musical mit 5 ausschließlich erwachsenen, weiblichen Darstellerinnen. Dachte sich zumindest offenbar die American Drama Group Europe, deren "Lord of the Flies"-Vorstellung wir gestern mit dem Englisch-Kurs sahen.

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Externe Quellen für 'theater'

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